Lufthansa-Pilotenstreiks
Auch Boden- und Kabinenpersonal will mehr Geld
Cockpit und die Lufthansa haben unterdessen ihre Tarifverhandlungen an einem geheimen Ort fortgesetzt. Die Pilotenvereinigung verlangt für die 4.200 Piloten und Co-Piloten 24 Prozent mehr Gehalt und eine Ergebnisbeteiligung. Die Lufthansa hat bisher 10,6 Prozent mehr Grundgehalt und eine Ergebnisbeteiligung in Höhe von bis zu zwei Monatsgehältern sowie einen Aufschlag von drei Prozent innerhalb von vier Jahren angeboten. Die Verhandlungen waren daraufhin am Mittwoch ergebnislos abgebrochen worden, und die Piloten hatten am Donnerstag erneut gestreikt. Sollte es heute erneut zu keiner Einigung kommen, will die Vereinigung Cockpit auch diesen Donnerstag den Flugverkehr bei der Lufthansa und ihren Töchtern weitgehend lahmlegen. In der "Bild am Sonntag" drohte Cockpit-Sprecher Georg Fongern zudem mit Spontan-Streiks, falls es keine Fortschritte in den Verhandlungen gebe.
Die Piloten verweisen zur Begründung ihrer Gehaltsforderungen auch darauf, dass sie erhebliche Einkommenseinbußen zur Sanierung der Lufthansa hingenommen hätten und in Anbetracht des guten Konzernergebnisses jetzt wieder besser gestellt werden müssten. ver.di-Sprecher Kahmann betonte in diesem Zusammenhang, im Tarifabschluss vom 1992 hätten keineswegs nur die Piloten finanzielle Opfer erbracht, sondern auch Bodenpersonal und Flugbegleiter. Man sehe zwar keinen Anlass für eine "Nachschlagsdiskussion" zum Tarifabschluss vom März dieses Jahres, aber es gebe Forderungen und bereits laufende Verhandlungen zu anderen tariflichen Regelungswerken wie der Vergütungsstruktur.
"Unsere Mitglieder werden sehr genau hinsehen, was Lufthansa jetzt den Piloten bewilligt", unterstrich das für den Verkehrsbereich zuständige ver.di-Vorstandsmitglied. Die Gehaltsforderungen der Lufthansa-Piloten seien "exorbitant hoch", kritisierte Kahmann im Deutschlandradio Berlin.
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Am 21. Mai. 2001 unter:
arbeitStichworte:
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