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"Bahn gängelt Kunden"

Guten-Abend-Ticket

Die Deutsche Bahn AG schränkt das "Guten-Abend-Ticket" ab 10. Juni massiv ein. Wie das Unternehmen am heutigen Montag in Berlin mitteilte, soll damit der Überbesetzung von Fernverkehrszügen in Spitzenzeiten entgegengewirkt werden. Das Ticket muss jetzt für einen bestimmten Zug gekauft werden, je nach Auslastung der Züge sollen mehr oder weniger der günstigen Tickets verkauft werden. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) kritisierte den Schritt als "weiteren Mosaikstein in der seit Monaten zunehmenden Gängelung der Kunden", so VCD-Bundesgeschäftsführer Dirk Flege.

Das Guten-Abend-Ticket ist künftig gültig für die konkret gebuchten Zugverbindungen, die auf den Fahrschein aufgedruckt sind. Bei nachgewiesener Verspätung darf noch die nächstmögliche Umsteigeverbindung genutzt werden. Der Preis pro Ticket beträgt unverändert von Montag bis Donnerstag 59 Mark und für freitags, samstags und sonntags 74 Mark. Für die ICE-Nutzung wird weiterhin ein Aufpreis von zehn Mark berechnet.

Das Schnäppchen-Ticket kann nicht am Automaten gelöst werden. Es gilt wie bisher sonntags bis freitags von 19.00 Uhr bis 03.00 Uhr des Folgetags, an Samstagen bereits ab 14.00 Uhr.

Die Bahn beschreitet nach Ansicht des VCD damit weiterhin den Weg einer zunehmenden Reglementierung der Fahrgäste und verliert einen ihrer größten Vorteile, den der Flexibilität. Statt der versprochenen Vereinfachungen im Tarifsystem geschehe seit Monaten genau das Gegenteil. "Jetzt muss der Kunde noch mehr Broschüren wälzen und noch mehr Bedingungen beachten, um preiswert Bahn fahren zu können", ärgert sich Flege. Nötig sei eine einfache, preiswerte Tarifstruktur.

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