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Jugendarbeitslosigkeit leicht gesunken

Statistik

Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen in Deutschland ist leicht rückläufig. Ende April waren insgesamt 86.904 Jugendliche unter 20 Jahren arbeitslos gemeldet. Das sind 6.828 weniger als im Vormonat und 1.283 weniger als vor einem Jahr, teilte am Montag das Bundesarbeitsministerium in Berlin mit. Der SPD-Vorstand hat unterdessen einen Leitantrag zur Bekämpfung der Jugendarbeit beschlossen.

In Ostdeutschland sank die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen gegenüber dem Vormonat um 11,5 Prozent und im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,2 Prozent. In Westdeutschland ging die Jugendarbeitslosigkeit im Vergleich zum März dieses Jahres um 5,6 Prozent und im Vergleich zum April 2000 um 0,8 Prozent zurück.

Innerhalb der Europäischen Union (EU) schneidet Deutschland den Angaben zufolge hinsichtlich der Jugendarbeitslosigkeit vergleichsweise gut ab. So wurden zuletzt neun Prozent arbeitslose Jugendliche unter 25 Jahren registriert. Die Zahl liegt damit deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 15,7 Prozent im März. In Frankreich lag die Jugendarbeitslosigkeit im März bei 18,4 Prozent, in Spanien bei 25,8 Prozent und in Italien bei 28,9 Prozent.

Zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit sollen nach dem jugendpolitischen Leitantrag für den nächsten SPD-Bundesparteitag "lokale Leitstellen bzw. Agenturen" mit dem Titel "Jugend in Arbeit" eingerichtet werden. Ziel der Agenturen sei es, die Qualifizierungsmaßnahmen für Jugendliche mit Betriebspraktika zu verzahnen. Stadtbüchereien und offenen Jugendeinrichtungen sollen zu "Zentren des Wissens" mit Computern und Internet-Zugängen ausgebaut werden.

Auch das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) sollen aufgewertet werden. Zu dem bestehenden Angebot soll ein Freiwilliges Kulturelles Jahr in Bibliotheken und Museen hinzukommen. Die Jugendlichen würden am Ende ihres 6- bis 18-monatigen Freiwilligendienstes ein Zertifikat erhalten, das auch als Qualifikation Anerkennung finden soll, heißt es in dem Papier weiter.

Das bisherige Stellenangebot bei den freiwilligen Diensten reicht bei weitem nicht aus. Auf eine vorhandene Stelle kommen im Schnitt etwa zehn Bewerber. Trotzdem wird das nicht einmal in allen Ländern vorhandene FÖJ beispielsweise in der Hauptstadt massiv beschnitten.

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