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Verkehrsclubs für autofreie Sonntage

Wachsender Freizeitverkehr

Der umweltorientierte Verkehrsclub Deutschland (VCD) hat die letztwöchige Initiative des Auto Club Europa(ACE) für die Einführung eines autofreien Sonntags auf freiwilliger Basis begrüßt. Die VCD-Bundesvorsitzende Ute Wiegand-Nehab wandte sich am Donnerstag in einem Schreiben an die Vorsitzenden von ACE, AvD und ADAC und plädierte angesichts rasant steigender Benzinpreise für die Einführung eines freiwilligen autofreien Sonntags. Der VCD sieht darin eine Möglichkeit, das Bewusstsein der Autofahrer für einen sparsamen Umgang mit dem begrenzten Rohstoff Mineralöl zu schärfen.

Nach Angaben des VCD macht der Freizeitverkehr inzwischen den größten Anteil aller im Pkw zurückgelegten Kilometer aus. Gerade in diesem Bereich könne am schnellsten durch Verhaltungsänderungen eine frühzeitige und kontinuierliche Drosselung des Benzinverbrauchs realisiert werden.

Der VCD hofft, dass auch der ADAC für die Idee autofreier Sonntage gewonnen werden kann und appelliert an die "Verantwortung für ein wichtiges gesellschaftspolitisches Anliegen". Die italienische Bevölkerung unterstütze zu 85 Prozent regelmäßige autofreie Sonntage, bei denen die Innenstädte für den Autoverkehr gesperrt werden.

Der VCD fordert die anderen Autoclubs auf, sich der bereits gestarteten Kampagne für den europaweiten Aktionstag "In die Stadt - ohne mein Auto" am 22. September anzuschließen. Der Aktionstag war im letzten Jahr erstmalig von der EU-Kommission ausgerufen worden. Er hatte seinen Ausgangspunkt 1998 in Frankreich, wurde 1999 auf Italien und Spanien ausgeweitet und dort mit großem Erfolg durchgeführt.

Beim Aktionstag am 22. September soll die Lebensqualität in den Städten und der Spaß an der Erprobung neuer Mobilitätsformen im Vordergrund stehen. Daran anknüpfend könnte auch in Deutschland wie in Frankreich und Italien sogar mehrmals im Jahr ein autofreier Sonntag ausgerufen werden.

Der ADAC bestätigt, dass der Freizeitverkehr 44% aller Pkw-Fahrten ausmacht. Für Urlaubsfahrten kommen nochmals 6% der Verkehrsleistung hinzu. Gemeinsam kommt der Freizeit- und Urlaubsverkehr demnach auf 50% der Pkw-Verkehrsleistung. Berufliche Fahrten haben einen Anteil von 20%. Geschäfts- und Dienstfahrten schlagen mit 17% zu Buche, Einkaufsfahrten mit 11% und 2% sind Ausbildungsverkehr.

ADAC-Pressesprecher Wirsich plädiert für einen verantwortungsvollen und sinnvollen Umgang mit dem Auto. Man könne es auch öfter mal stehen lassen. Er hält aber nichts davon, die Bevölkerung auf einen bestimmten autofreien Tag im Jahr einzuschwören.

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