Flughafen Frankfurt
Demonstration gegen Abschiebung von Asylbewerbern
Eine Gedenktafel "für die Opfer der Abschiebepolitik" soll erinnern an den Nigerianer Kola Bankole, "der 1994 infolge Gewaltanwendung bei der Abschiebung in einer Lufthansa-Maschine umgekommen ist." An den Sudanesen Aamir Ageeb, der vor zwei Jahren auf ähnliche Weise starb. Und an Algerierin Naimah Hadjar, "die sich nach 238 unerträglichen Tagen in der sogenannten ,Flüchtlingsunterkunft' - wir nennen es ,Internierungslager' - im Transitbereich des Flughafens das Leben nahm", sp Hagen Kopp, Sprecher des Aktionsbündnisses gegen Abschiebungen Rhein-Main.
Vor einem Jahr forderte das Aktionsbündnis die Airport-Betreiber erstmals auf, "einen dauerhaften und angemessenen Platz für diese Gedenktafel im Abflugterminal 1" zur Verfügung zu stellen. Diese lehnten das Begehren nach Angaben des Aktionsbündnisses jedoch ab, da sie "aus Gleichheitsgründen" nicht in der Lage seien "Ihnen einen Platz zur Verfügung zu stellen" und baten dafür "um Verständnis".
Am kommenden Samstag nun will das Bündnis die Gedenktafel selbst anbringen. Sprecher Kopp meint, die Mahntafel sei den Flughafenbetreibern "ein Dorn im Auge. Sie widerspricht allzu deutlich dem angepriesenen Ruf des Flughafens als Ort angeblicher Weltoffenheit und grenzenloser Freiheit. Diese Ignoranz werden wir nicht hinnehmen und die Flughafenverantwortlichen mit unserer Aktion auf öffentlicher Ebene konfrontieren."
Professor Andreas Buro vom Komitee für Grundrechte und Demokratie hat seine Mitwirkung an der öffentlichen Anbringung der Gedenktafel ebenso zugesagt wie Helga Dieter vom Frankfurter Verein "Courage gegen Rassismus", Hans Branscheidt von medico international und Pater Gregor Bökermann (Afrikamissionare - Weiße Väter).
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Am 22. Mai. 2001 unter:
politikStichworte:
« Abgelehnte Asylbewerber oft politisch verfolgt
Bund soll sich um Langzeitarbeitslosigkeit kümmern »
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