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Mediziner diskutieren ethische Grenzfälle

IPPNW-Kongreß

Am Ende der Woche des deutschen Ärztetages und im Vorfeld der Debatte zur Biomedizin im Deutschen Bundestag startete am Donnerstag der Kongress der atomkritischen Ärzteorgansiation IPPNW unter dem Motto "Medizin und Gewissen – wenn Würde ein Wert würde". Wenn wichtige gesellschaftspolitische Fragen zur Biotechnologie und Gesundheitspolitik im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen, versammeln sich in Erlangen drei Tage lang die wichtigsten Experten zum bundesweit größten Medizinethik-Kongress.

Präimplantationsdiagnostik, Stammzellforschung, Sterbehilfe und neue Vergütungssysteme in Praxis und Krankenhaus – das sind nur einige der Themen, die die Profis im Gesundheitswesen täglich beschäftigen. Für drei Tage nehmen sich Ärzte, Hebammen, Pflegende und Krankengymnasten eine Auszeit vom Alltag und diskutieren gemeinsam mit Grundlagenforscher, Pflegewissenschaftlern, Heilpädagogen, Ethikexperten, Historikern und Juristen über medizinethische Fragen – in 60 Veranstaltungen mit 140 Referenten. Insgesamt erwarten die Veranstalter, die Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges /Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW) 1300 Teilnehmende.

Der Kongress steht in der Tradition des Nürnberger Ärztekongresses "Medizin und Gewissen – 50 Jahre nach dem Nürnberger Ärzteprozess", der im Oktober 1996 stattfand und bei über 1500 Teilnehmern, 150 Referenten und 100 Journalisten ein überwältigendes Echo fand. Von Nürnberg nach Erlangen – darin soll sich der symbolische Schritt zeigen von der Stadt des Ärzteprozesses und der Menschenrechte zum Standort medizinischer Forschung und Dienstleistungen.

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