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Auch im Gesundheitswesen mußten Menschen Zwangsarbeit verrichten

Ärztetag

Die deutsche Ärzteschaft will sich am Stiftungsfonds zur Entschädigung ehemaliger NS-Zwangsarbeiter beteiligen. Zum Abschluss des viertägigen Kongresses beschloss der Ärztetag am Freitag in Ludwigshafen einen Antrag, nach dem der Vorstand der Bundesärztekammer das "ihm Mögliche" zur Förderung des Fonds leisten soll. Zur Begründung wird genannt, dass auch in Einrichtungen des Gesundheitswesens Menschen während des Dritten Reichs zur Zwangsarbeit gezwungen wurden.

Eine denkbare Variante ist laut Ärztekammer-Sprecher Hans-Jörg Freese eine Beteiligung durch Gewinne des Ärzteverlags. Bei diesem sind die Bundesärztekammer und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) Gesellschafter.

Zudem forderte der Ärztetag den Vorstand der Bundesärztekammer auf, Krankenhausträger und ärztliche Verbände zu einer Beteiligung am Entschädigungsfonds zu veranlassen. Es bestehe ein erheblicher Bedarf, die Verantwortung für die Beschäftigung von Zwangsarbeitern im medizinischen Bereich aufzuarbeiten. Der Ärztetag sprach sich für eine rasche Auszahlung der Stiftungsgelder aus. Auf Grund des Alters der Menschen dürfe es keine unnötigen Verzögerungen geben, hieß es.

Unterdessen ging der 104. Deutsche Ärztetag mit der Aussprache über den Tätigkeitsbericht der Bundesärztekammer zu Ende. Die Vertretung der 370.000 Mediziner in Deutschland tagte seit Dienstag. Im Mittelpunkt standen unter anderem die Situation der Krankenhausärzte, die Gentechnik, die Sterbehilfe und die ärztliche Weiterbildung.

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