Atomenergie
Bundesregierung hält Kraftwerk Temelin für ein Sicherheitsrisiko
Die von der tschechischen Regierung formulierten Bedingungen für die Inbetriebnahme von Temelin - keine zusätzlichen Kosten und keine weiteren Verzögerungen - seien offenbar schon lange nicht mehr erfüllt. In einem Brief an den tschechischen Außenminister und Vize-Premier Jan Kavan forderte Trittin angesichts der "Pannenserie" in Temelin eine "erneute grundsätzliche Prüfung" der Entscheidung zum Weiterbau.
Trittin äußerte außerdem sein Befremden über die Darstellung der tschechischen Regierung, wonach die von ihr eingesetzte internationale Temelin-Kommission unter Mitwirkung deutscher Experten die Unbedenklichkeit des Atomreaktors festgestellt habe. Er sehe sich nunmehr veranlasst, die deutsche Mitarbeit in dieser Kommission einzustellen, schrieb Trittin.
Zur Kommission haben laut Trittin auch Fachleute des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) und der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) als Beobachter teilgenommen. Trittin betonte, ein abschließendes Ergebnis der Expertenkommission liege noch nicht vor. "Für Ergebnisse, die noch nicht vorliegen und die wir nicht teilen, möchten wir nicht in Anspruch genommen werden", stellte der Minister klar. Sein Ministerium habe wiederholt darauf hingewiesen, dass durch den Beobachterstatus der deutschen Experten nicht der Eindruck einer deutschen Mitverantwortung für die Ergebnisse der Kommission entstehen dürfe.
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Am 26. Mai. 2001 unter:
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« Umweltverband verlangt wegen Gesundheitsgefahren Änderung des Chemikalienrechts
"Der Traum ein Leben" in Regensburg uraufgeführt »

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