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Überfälle, Skinhead-Treffen und Durchsuchungen bei der Bundeswehr

Neonazis

Die rechtsextremistischen Vorfälle in Deutschland reißen nicht ab. Im brandenburgischen Premnitz wurde am Wochenende ein Afrikaner aus Sierra Leone bei einem fremdenfeindlichen Überfall schwer verletzt. Fünf Jugendliche im Alter von 11 bis 20 Jahren stehen unter Tatverdacht, wie die Polizei in Frankfurt (Oder) mitteilte. Im niederbayerischen Steinach löste die Polizei ein internationales Skinhead-Treffen auf. Rund 500 Rechte hatten sich im Schloss Steinach zu einer Geburtstagsfeier versammelt.

In Premnitz war der 31-jährige Afrikaner am späten Freitagabend auf dem Heimweg, als sich ihm fünf Unbekannte in den Weg stellten. Die Täter beschimpften den Mann mit den Worten: "Was willst du hier, geh zurück nach Afrika, wo du herkommst." Mit einem Fausthieb ins Gesicht wurde der Afrikaner zu Boden geschlagen. Er erlitt einen Unterkieferbruch und muss im Krankenhaus behandelt werden. Drei Tatverdächtige im Alter zwischen 16 und 20 Jahren wurden nach einer Vernehmung auf Weisung der Staatsanwaltschaft Potsdam wieder auf freien Fuß gesetzt. Die beiden anderen 11 und 14 Jahre alten Jugendlichen wurden angehört und ihren Eltern übergeben. Als Tatmotiv nannte die Polizei Ausländerfeindlichkeit.

Im bayerischen Steinach trafen sich rund 500 Rechtsextremisten aus der Schweiz, Belgien, den Niederlanden, Frankreich, Österreich, Holland und Deutschland. Weil die Veranstaltung nicht angemeldet war, wurde sie von der Polizei für beendet erklärt. Vereinzelt flogen Steine. Drei Polizisten erlitten leichte Verletzungen, mehrere Einsatzfahrzeuge wurden beschädigt. Vier mutmaßliche Steinewerfer nahm die Polizei vorübergehend fest. Dabei handelte es sich um 16- bis 23-Jährige aus Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Veranstalter des Skinhead-Treffens war ein 32-Jähriger aus Ludwigshafen, der das Treffen als seine Geburtstagsfeier deklariert hatte.

Unterdessen stehen zwei Soldaten der Bundeswehr nach einem Bericht des "Spiegel" im Verdacht, an der Herstellung und Verbreitung von Internetseiten des rechtsextremistischen "Radio Wolfsschanze" beteiligt zu sein. Dem Bericht zufolge durchsuchten Beamte des niedersächsischen Landeskriminalamtes die Unterkunft eines Stabsunteroffiziers in Wittmund und den Spind eines Wehrpflichtigen in Celle.

Ferner wurden Wohnungen von sechs weiteren Verdächtigen im niedersächsischen Oldenburg und im Landkreis Gifhorn durchsucht. Dabei seien Computer und mehr als 450 überwiegend selbst gebrannte CDs sichergestellt worden, darunter auch eine fertige, noch unveröffentlichte Sendung von "Radio Wolfsschanze", berichtet das Blatt. Außerdem sei es offenbar gelungen, den Sprecher der Sendungen zu identifizieren.

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