Pressemitteilung
BUND begrüßt Novelle der Verpackungsverordnung
Bundesumweltminister Trittin habe mit dem vorgelegten Entwurf deutlich gemacht, dass der fortwährende Rückgang des Anteils von Mehrwegverpackungen im Getränkebereich nicht länger hingenommen werden kann. Ein Pfand auf alle ökologisch nachteiligen Verpackungen sei ein geeigneter Versuch, die steigende Flut von Einwegverpackungen zu reduzieren.
Walter Jungbauer, Verpackungsexperte des BUND: "Die Getränkehersteller hatten genug Zeit, selbst Maßnahmen gegen den steigenden Anteil der Einwegverpackungen zu ergreifen und auf Mehrweg zu setzen. Sie hätten so das Pflichtpfand vermeiden können. Das ist leider nicht geschehen. Deshalb ist es jetzt an der Zeit, die Konsequenzen zu ziehen und mit der neuen Verpackungsverordnung das Pflichtpfand auf alle ökologisch nachteilige Getränkeverpackungen einzuführen. Das dient der Schonung von Ressourcen."
Nach Ansicht des BUND darf es keine Verzögerung bei der Umsetzung der Verordnung geben. Das wäre ein falsches Signal an die Einwegindustrie, die die Bundesregierung weiter hinhalten wolle. Weder die Verbände der Getränkeindustrie noch die Bundesländer hätten überzeugende Alternativen vorgelegt, wie der Mehrweganteil bei Getränkeverpackungen erhöht werden könne. Deshalb dürften sie die kommende Regelung jetzt nicht blockieren.
Jungbauer: "Sicher ist das Pfand kein Allheilmittel für eine ökologische Verpackungspolitik, aber es ist ein richtiger Ansatz, um die Dosenflut einzudämmen. Spätestens nach zwei Jahren müssen die Auswirkungen der neuen Verpackungsverordnung auf den Getränkesektor überprüft werden. Wenn sich dann der erwünschte Effekt, den Mehrweganteil zu stabilisieren, nicht eingestellt hat, muss man eine zusätzliche Abgabe für die ökologisch schädlichsten Verpackungen - Dosen und Einwegflaschen - diskutieren."
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Am 03. Mai. 2001 unter:
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