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Kleines Lexikon zur Gentechnik

Alles über die Gentechnik

In der Debatte über die Gentechnik werden häufig Fachbegriffe verwendet, die nicht näher erläutert werden. Im folgenden ein kleines Gentechnik-Lexikon mit den wichtigsten Begriffen:

AMNIOZENTESE: Bei dieser Untersuchung wird das Fruchtwasser auf mögliche Behinderungen hin analysiert. Das derzeit häufig praktizierte Verfahren ist legal. Stellen die Ärzte eine Behinderung fest, kann auch bei einer bereits fortgeschrittenen Schwangerschaft eine Spätabtreibung vorgenommen werden.

KEIMBAHNTHERAPIE: Als Keimbahn wird die Gesamtheit aller Ei- und Samenzellen eines Lebewesens bezeichnet. Die Keimbahntherapie gilt als Methode zur Übertragung von Genen in die befruchtete Eizelle unter therapeutischen Kriterien, etwa zur Behebung von Erbschäden. Damit wird das genetische Erbgut auch für die nachfolgenden Generationen verändert. Zugleich könnten so auch Geschlecht oder weitere Eigenschaften des Menschen verändert werden.

PRÄIMPLANTATIONSDIAGNOSTIK: Bei der so genannten PID werden die Stammzellen der im Reagenzglas befruchteten Eizelle auf genetische Schäden hin untersucht. Erst danach soll das Ei in die Gebärmutter eingepflanzt werden. Die Diagnose stellt jedoch lediglich eine Disposition für eine schwere Krankheit fest. Sie gibt keine Auskunft über einen tatsächlichen Ausbruch einer Krankheit oder die Entwicklung einer Behinderung.

STAMMZELLEN: Stammzellen sind in ihrer Funktion noch nicht festgelegte Zellen die sich im Knochenmark von Erwachsenen, aber auch im Embryo finden. Je nach Entwicklungsstadium unterscheidet man zwischen jungen totipotenten und älteren pluripotenten Stammzellen. In den ersten Tagen nach der Befruchtung können sich die totipotenten Zellen zu einem kompletten Organismus entwickeln. Danach können sie sich noch zu spezifischen Geweben oder Funktionen wie Leber, Niere oder Gehirn ausbilden. Totipotente Stammzellen befinden sich in geringer Zahl auch im Geweben erwachsener Menschen sowie im Nabelschnurblut von Neugeborenen.

THERAPEUTISCHES KLONEN: Beim Klonen allgemein sollen genetisch identische Lebewesen erzeugt werden. Dazu werden künstlich geschaffene Embryonen in die Gebärmutter implantiert, um sie dort zu "normalen" Lebewesen heranreifen zu lassen. Das bekannteste Ergebnis ist das 1997 von britischen Forschern geklonte Schaf "Dolly". Beim therapeutischen Klonen soll etwa durch Herzinfarkte zerstörtes Gewebe ersetzt werden. Dabei wird der künstlich geschaffene Embryo nicht in die Gebärmutter übertragen, sondern ihm werden einzelne Zellen entnommen. Dabei wird der Embryo zerstört.

Weitere Erklärungen zu Begriffen der Gentechnik sind im Internet abrufbar unter: www.pharmig.or.at/pharmig/gen.htm

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