Atomtransporte
Castoren aus Biblis und Philippsburg in Frankreich
Während der Transport aus Philippsburg am Nachmittag weitgehend störungsfrei verlief, kam es auf der hessischen Strecke sowie in der Südpfalz zu kleineren Zwischenfällen. 19 Demonstranten wurden vorübergehend festgenommen. Der Zug soll am Mittwoch in La Hague eintreffen. Zur Sicherung des Transports waren in Rheinland-Pfalz rund 2.000 Polizisten und Beamte vom Bundesgrenzschutz im Einsatz. Aufgrund der Überlastung der Sicherheitskräfte war der Transport um eine Woche verschoben worden.
Zu mehreren kleinen Störungen durch AtomkraftgegnerInnen kam es auf dem Weg vom Atomkraftwerk Biblis nach Wörth. Kurz vor Abfahrt des Zuges wurden drei Demonstranten in Gewahrsam genommen, weil sie auf das private Gleis des Kraftwerksbetreibers RWE gelangen wollten. Eine Gruppe von acht AtomkraftgegnerInnen versuchte zudem, in die 100-Meter-Zone beiderseits der Gleise einzudringen, für die ein Versammlungsverbot ausgesprochen worden war. Die Polizei erteilte ihnen Platzverweise. Nach Darstellung von AtomkraftgegnerInnen setzten die Beamten dabei Schlagstöcke ein und verletzten DemonstrantInnen. Die Polizei bestätigte den Schlagstockeinsatz nicht. In Biblis versammelten vor dem Start des Transportes rund 150 Personen.
In Lampertheim (Kreis Bergstraße) gelang es einer Gruppe von 20 AtomkraftgegnerInnen gegen 16 Uhr, die Gleise kurzzeitig zu besetzen. Der Zug musste für einige Minuten stoppen, neun weitere Personen wurden vorübergehend festgenommen. Nach Angaben der Anti-Atomkraftinitiative "Regionalplenum HessenBaden" kam es in Bürstadt (Kreis Bergstraße) zu einer weiteren kurzzeitigen Blockade. Zwischen dem südpfälzischen Hagenbach und Neuburg (Kreis Germersheim) nahm die Polizei sieben weitere AtomkraftgegnerInnen fest, weil sie nach Angaben der Einsatzleitung "offensichtlich eine Blockade durchführen" wollten.
Der Atomtransport durch Baden-Württemberg verlief laut Polizei hingegen weitgehend störungsfrei. Lediglich in Stutensee (Kreis Karlsruhe) betrat eine Gruppe von drei bis vier Personen kurz die Gleise. Sie konnte jedoch von Blockaden abgehalten werden. Auch auf der letzten Etappe zwischen Wörth und Lauterbourg gab es keine Zwischenfälle.
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Am 12. Jun. 2001 unter:
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