headerquote

Seite 1 bei Google kann so einfach sein.

unabhängige Autoren mit eigener Meinung

Gewinnspiel für Kinder als sittenwidrig verboten

Einzelhandel

Einem Warenhaus im niederbayerischen Deggendorf ist ein Gewinnspiel für unter zwölfjährige Kinder endgültig untersagt worden. Der Bundesgerichtshof nahm die Revision des Unternehmens gegen ein entsprechendes Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) München nicht an, wie die Wettbewerbszentrale in Bad Homburg am Dienstag mitteilte. Bei dem Gewinnspiel sollten sich Kinder in den Verkaufsräumen nach ihrem gewünschten Gewinn umsehen und ihn auf einen Wunschzettel schreiben. Unter den Zetteln, die an einem Weihnachtsbaum aufgehängt wurden, wurden an den vier Adventssamstagen je fünf Gewinner gezogen.

Der Bundesgerichtshof schloss sich der Ansicht des OLG an, dass damit sittenwidrig eine psychologische Zwangslage herbeigeführt werde. Kinder würden beim Suchen zu Gelegenheitskäufen verleitet. Die jungen Teilnehmer neigten zu Spontankäufen, ohne Preisvergleiche anzustellen. Außerdem würden Besitzwünsche geweckt, die Kinder dann gegenüber den Erwachsenen durchzusetzen versuchten. Durch ausgedehntes Suchen oder lautstarken Äußerungen "mit oder ohne Tränen" und in Anwesenheit vieler anderer Kinder würden die Erwachsenen zum Kauf gedrängt. Kinder müssten vor solchen Werbemaßnahmen geschützt werden, urteilte der Bundesgerichtshof laut Wettbewerbszentrale.

Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!