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Deutsche Bank macht Hochschulpolitik

Breuer

Absolventen deutscher Hochschulen können nach Ansicht von Deutsche-Bank Chef Rolf Breuer im Vergleich mit ihren internationalen Konkurrenten nicht mithalten. Als Konsequenz fordert der Manager mehr Wettbewerb zwischen den Hochschulen. Nur so könne dem schwächelnden Bildungsstandort Deutschland wieder auf die Beine geholfen werden, betonte Breuer am Freitag in Berlin auf einem Kolloquium der Alfred Herrhausen Gesellschaft für internationalen Dialog unter dem Titel "Orientierung für die Zukunft, Bildung imWettbewerb".

"Wir haben zu viele falsche Studenten an zu vielen falschen Hochschulen", sagte Breuer. Dem könne nur mit einem "wettbewerblichen Umfeld" begegnet werde, in dem die besten Universitäten um die besten Studenten konkurrieren. Voraussetzung sei, dass die Hochschulen sich einem "Ranking" zur Bewertung der Qualität ihrer Lehre unterwerfen.

Der Qualitätsmangel im Bildungssystem wirke sich zunehmend als Standortnachteil für die Wirtschaft aus, die in immer mehr Bereichen ihre Mitarbeiter im Ausland rekrutieren müsse. Es gehe nicht so sehr um Geld, betonte der Manager. Vielmehr sei die Überzeugung verloren gegangen, welchen Wert Bildung habe.

Deutsche Hochschulen müssten für ausländische Studenten attraktiv werden, forderte der Bank-Chef. Nur dann könne die "kosmopolitische Wettbewerbsfähigkeit" gesichert werden. Das deutsche Bildungssystem müsse auch stärker der Tatsache Rechnung tragen, dass Deutschland ein Einwanderungsland sei. So könne es zum Beispiel nicht angehen, das etwa Berlin zwar weltweit die Stadt mit der drittstärksten türkischen Bevölkerung sei, sich dies aber im Schulsystem praktisch nichtwiderspiegele.

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