EU-Gipfel
Schwedische Polizei schießt auf Globalisierungsgegner
Mehrere Deutsche seien verhaftet worden. Zahlreiche Busse mit Demonstranten aus Deutschland sind nach Angaben der schwedischen Polizei abgefangen und wieder zurückgeschickt worden. Bei den Protesten hatten teils maskierte Demonstranten versucht, das Konferenzzentrum des EU-Gipfels zu stürmen. Dabei sollen sie die Polizei mit Molotowcocktails und Pflastersteinen angegriffen haben, Schaufensterscheiben eingeworfen haben und die Einrichtungen mehrerer Geschäfte auf der zentralen Einkaufsstraße in Brand gesetzt haben.
Die EU-Staats- und Regierungschefs verurteilten die Gewalt und forderten die friedlichen Demonstranten auf, sich von den "Ausschreitungen" zu distanzieren. Der Konfliktherd hatte sich nach der Abriegeln der Innenstadt in der Nacht auf den Westteil der Stadt verlagert.
Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union sind im schwedischen Göteborg zu zweitägigen Gesprächen zusammengekommen. Im Mittelpunkt des Gipfels stehen die Osterweiterung der EU und das Nein der Iren zum Vertrag von Nizza.
Die EU will künftig eine dauerhaft aktive Rolle im Nahost-Friedensprozess spielen. Die Staats- und Regierungschef der Gemeinschaft beauftragten zum Abschluss ihres Gipfeltreffens am Samstag in Göteborg den Hohen Vertreter für die gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik, Javier Solana, Empfehlungen für die Neuauflage umfassender Friedensverhandlungen im Nahen Osten vorzulegen. Sie begrüßten zugleich den israelisch-palästinensischen Arbeitsplan zur Schaffung von Frieden.
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Am 16. Jun. 2001 unter:
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