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Deutsche leben gesundheitsbewusster - Aber mehr junge Raucherinnen

Gesundheit

Die Deutschen leben seit einigen Jahren etwas gesundheitsbewusster. So ging der Alkohol- und Zigarettenkonsum laut zweier am Donnerstag in Berlin veröffentlichter Umfragen in den vergangenen 20 Jahren zurück. Besorgnis erregend sei allerdings der zunehmende Trend zum Rauschtrinken unter Jugendlichen und der seit Mitte 1995 gestiegene Anteil der jungen Raucherinnen, sagte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marion Caspers-Merk (SPD). Zudem werde mittlerweile in Ostdeutschland mehr Ecstasy genommen als in Westdeutschland.

"Der größte Teil der Drogenerfahrung in Deutschland bezieht sich auf den Konsum von Cannabis", berichtete Caspers-Merk. Von der "stillen Form der Sucht" - der Medikamentenabhängigkeit - sind nach ihren Worten vor allem Frauen betroffen, während Männer häufiger Alkohol trinken und rauchen. Der Studie zufolge greifen 39 Prozent der Männer und 31 Prozent der Frauen regelmäßig zur Zigarette.

Caspers-Merk und die Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Elisabeth Pott, stellten in Berlin die Ergebnisse einer Bundes- und einer Drogenaffinitätsstudie zum Drogenkonsumverhalten Jugendlicher und Erwachsener vor. Diese repräsentativen Umfragen, die regelmäßig erhoben werden, sind den Angaben zufolge eine Grundlage der Planung bei Suchtprävention, Drogenhilfe und Gesetzgebung.

Als Konsequenz aus den Erhebungen will sich die Drogenbeauftragte unter anderem für eine Verschärfung des Jugendschutzgesetzes noch in der Legislaturperiode stark machen, damit Jugendlichen unter 16 Jahren der Verkauf und Konsum von Zigaretten verboten werden kann. Auch solle ihnen der Zugang zu Zigarettenautomaten durch ein Chipkartensystem erschwert werden. Zudem werde es im September eine Fachtagung zum Thema "Drogenkonsum in der Partyszene" geben.

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