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Scharping möchte Radar-Strahlenopfer der Bundeswehr entschädigen

Strahlenopfer bei der Bundeswehr

Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) hat den Radar-Strahlenopfern in der Bundeswehr eine "großherzige" Lösung im Streit um Entschädigungen zugesagt. Scharping reagiert damit am Donnerstag in Berlin auf den Bericht einer Untersuchungskommission, die Versäumnisse und Mängel bei den Vorschriften im Umgang mit Radargeräten in den 60er und 70er Jahren festgestellt hatte. Einzelheiten wollte der Minister nicht nennen. Nach Angaben des Kommissionsvorsitzenden Theo Sommer geht es um etwa 450 Fälle.

Keine Anhaltspunkte für Versäumnisse fand die Kommission nach den Worten Sommers beim Schutz deutscher Soldaten im Kosovo vor Folgen eines Kontakts mit Uran-Munition. Es habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Soldaten bestanden. Sie seien außerdem vor dem Einrücken in die südserbische Provinz über mögliche Gefahren aufgeklärt und mit Sicherheitsmaßnahmen vertraut gemacht worden, sagte Sommer.

Er kritisierte zugleich die zögerliche Informationspolitik der USA. Erst Mitte vergangenen Jahres hätten die US-Streitkräfte genaue Angaben über die insgesamt 112 Einsatzorte von Munition mit abgereichertem Uran (DU) gegeben. 28 Einsatzorte lagen im deutschen Kosovo-Sektor. US-Kampfflugzeuge hatten während des Kosovo-Krieges rund 31.000 DU-Projektile gegen gepanzerte Ziele verfeuert.

Ebenfalls Entlastung gab es für den Umgang der Bundeswehr mit Asbest. Dieser Stoff sei bei der Bundeswehr frühzeitig und schneller als in vielen zivilen Bereichen beseitigt worden, betonte Sommer.

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