Christopher-Street-Day
Eine halbe Million feierte in Berlin "que(e)r gegen Rechts"
Auf der Abschlusskundgebung sprach sich Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) für ein Mahnmal für die von den Nazis verfolgten Lesben und Schwulen aus. Es sei an der Zeit, die Vorurteile zu überwinden. Erstmals wehte dieses Jahr die Fahne mit den Regenbogen-Farben - das weltweite Symbol der homosexuellen Szene - auch am Roten Rathaus.
Der Verein Berliner CSD vergab erstmals an Gruppen und Personen den "Preis für Zivilcourage" für ihr Engagement gegen Rechts. Unter den Preisträgern war Paul Spiegel, der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, der die Ehrung am Sonntag im Roten Rathaus entgegennehmen wollte. Spiegel erhielt die Auszeichnung unter anderem für seine Rede auf der Demonstration für Menschlichkeit und Toleranz am 9. November vergangenen Jahres in Berlin. Die anderen Preisträger waren das Schwule Überfalltelefon Berlin, die Gruppe "Quer gegen Rechts" und das Andreas-Gymnasium in Berlin-Friedrichshain, das für seine Aktivitäten im Rahmen der Aktion "Gesicht zeigen" ausgezeichnet wurde.
In Berlin wie auch in anderen deutschen Städten fordern Schwule und Lesben auf dem CSD öffentlich gleiche Bürgerrechte ein. 1979 zogen erstmals Homosexuelle durch den Westteil der Stadt. Damals beteiligten sich gerade einmal 1.500 Menschen an der Demonstration. Die Wiege des Christopher Street Day steht in New York. Im Stadtteil Manhattan hatten im Juni 1969 Homosexuelle erstmals gegen die regelmäßigen Polizeirazzien in den Schwulenkneipen und die Willkür der Beamten aufbegehrt.
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Am 24. Jun. 2001 unter:
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