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Gedenkstätte erinnert an Leipziger Juden

14 Bronzestühle

In Leipzig erinnert seit Sonntag eine Gedenkstätte an die während der Nazi-Zeit ermordeten und vertriebenen jüdischen Bürger der Stadt. Auf dem Areal der 1938 zerstörten Großen Gemeindesynagoge weisen 140 Bronzestühle auf den Verlust der jüdischen Gemeinde hin. Der israelische Botschafter in Deutschland, Shimon Stein, erinnerte bei einem Festakt im Neuen Rathaus daran, dass Leipzig als Handelsstadt immer ein besonderer Platz für jüdische Besucher und Mitbürger gewesen sei.

Stein sagte, eine moderne Gedenkstätte trete an die Stelle der ehemaligen Synagoge. Sie werde dazu beitragen, das Vermächtnis der Juden zu bewahren. Die Gedenkstätte sei ein "Stachel im Fleisch der Stadt" und werde Anlass zu kritischer Aufmerksamkeit und ständiger Wachsamkeit bieten, sagte Leipzigs Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee (SPD).

Das Mahnmal wurde von den Leipziger Architekten Anna Dilengite und Sebastian Helm gestaltet. An der Einweihung nahmen auch 80 ehemalige Leipziger Juden teil, die heute unter anderem in den USA und Australien leben. Die 1855 eingeweihte Große Gemeindesynagoge war in der Pogromnacht im November 1938 geschändet worden und musste danach auf Kosten der israelitischen Religionsgemeinde abgerissen werden.

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