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5.000 x 5.000 Jobs scheitern an "Lohnsenkung von 40 Prozent"

Volkswagen

Die Verhandlungen zwischen der IG Metall und dem Automobilhersteller Volkswagen über 5.000 neue Arbeitsplätze sind am späten Montagabend in Hannover gescheitert. Auch in der sechsten Verhandlungsrunde habe man sich nicht einigen können, sagte ein VW-Sprecher. IG-Metall-Chef Klaus Zwickel kritisierte unterdessen die Verhandlungsführung des Unternehmens scharf. "Dafür gehört dem VW-Vorstand die rote Karte", sagte er am Montagabend in den ARD-"Tagesthemen".

Das Wolfsburger Unternehmen habe den Lohn unter den Flächentarifvertrag absenken wollen, sagte Zwickel. Es sei ja in Ordnung, dass sich so viele Leute bereits auf die Stellen beworben hätten. Es sei jedoch nicht deutlich geworden, dass die neuen Arbeitnehmer 42,5 Stunden hätten arbeiten müssen. Zwickel betonte: "Das wäre eine Lohnsenkung von 40 Prozent." Das könne keine Gewerkschaft akzeptieren. Alle Signale der IG Metall seien in den Wind geschlagen worden, betonte er. VW habe die Schuld, dass ein sehr interessantes Projekt nicht zustande komme.

Bei der so genannten Formel 5.000 mal 5.000, mit der die neuen Arbeitnehmer für eine bestimmte Produktionsleistung ein festes Bruttogehalt von 5.000 Mark monatlich erhalten sollen, ist vor allem die Arbeitszeit strittig. Während VW die Beschäftigten wöchentlich bis zu 42,5 Stunden arbeiten lassen will, beharrte die Gewerkschaft auf der 35-Stunden-Woche.

"Dieser arbeitspolitische Grundsatz ist für uns nicht verhandelbar", hatte Gewerkschaftssprecher Jörg Köther vor den Verhandlungen gesagt. Auch die geltenden Flächentarife dürften nicht unterschritten werden. Das Scheitern der Verhandlungen könnte bedeuten, dass die geplante Großraumlimousine auf Golf-Basis nicht in Deutschland, sondern an einem anderen VW-Standort gefertigt wird.

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