Polizei
US-Militär verursachte Zugunglück in der Oberpfalz
Die 18-Jährige Soldatin sagte der Polizei, diese Situation habe den Fahrer irritiert, weil ihm ein Weiterfahren plötzlich nicht mehr möglich erschien. Der Zugführer konnte die Unfallstelle erst in einer Entfernung von rund 170 Metern einsehen und leitete sofort eine Vollbremsung ein, konnte aber den Zusammenstoß mit dem Truck nicht mehr verhindern. Die junge Frau konnte sich gerade noch vom Sicherheitsgurt befreien und durch einen Sprung aus dem Führerhaus retten. Dabei brach sie sich die Sprunggelenke und schleppte sich mit Schmerzen vom Gleiskörper weg.
Der Regionalexpress rammte den tonnenschweren US-Truck mit einer Geschwindigkeit von rund 140 Stundenkilometern und schleifte ihn 300 Meter mit. Der Dieseltriebzug fing Feuer und brannte zur Hälfte aus. Neben dem Fahrer des US-Lastwagen starben bei dem Unglück der 41-jährige Zugführer aus dem oberpfälzischen Altenstadt und ein 63 Jahre alter Passagier aus Wiesau. Von den fünf Schwerverletzten, die mit komplizierten Knochenbrüchen und Milz- und Bauchverletzungen in die Kliniken Erlangen, Nürnberg und Regensburg gebracht wurden, schwebt nach Angaben der Polizei keiner mehr in Lebensgefahr. Auch die 18 leichter Verletzten befinden sich auf dem Weg der Besserung.
Die Ermittlungen von Polizei, Bundesgrenzschutz, Eisenbahnbundesamt und Staatsanwaltschaft dauerten noch an, sagte ein Polizeisprecher. Nach dem jetzigen Stand gebe es keine Hinweise darauf, dass Signale oder Schranken an dem Übergang nicht funktioniert hätten. Unter anderem soll nun geklärt werden, ob der Truck-Fahrer alkoholisiert war. Nach den Worten des Oberstleutnants der US-Armee in Grafenwöhr, Daniel Bruno, handelte es sich um einen US-Soldaten mit mehr als zehnjähriger Erfahrung. Die beiden Soldaten waren auf dem Weg von dem unmittelbar an den Bahnübergang angrenzenden US-Truppenübungsplatz zu einem Militärlager in Vilseck.
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