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Aids-Stiftung kritisiert Kürzung von Sozialleistungen

Gesundheit

Die Zahl der Neuinfektionen mit HIV könnte nach Einschätzung der Deutschen Aids-Stiftung in diesem Jahr wieder steigen. Geschäftsführer Ulrich Heide sagte am Donnerstag bei der Vorstellung des Jahresberichts 2000 in Bonn, aus einzelnen Universitätsambulanzen und Praxen würden deutliche Steigerungen der Neuinfektionen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gemeldet. Allerdings gebe es noch keine gesicherten offiziellen Zahlen. Bislang infizierten sich in Deutschland pro Jahr rund 2.000 Menschen neu mit dem Virus. In der Bundesrepublik leben etwa 30.000 bis 40.000 HIV-Infizierte und etwa 5.000 bis 6.000 Menschen mit Aids. Erschwert worden sei die Arbeit der Stiftung durch die zunehmende Kürzung von Sozialleistungen sowie falsche Entwarnungssignale zum Thema Aids.

Heide sagte, beim Thema Aids gebe es keinerlei Grund zur Entwarnung. Eine Therapie zur Heilung sei bislang noch nicht entwickelt worden, wohl aber könnten Medikamente den Ausbruch von Aids hinauszögern und die Lebensqualität der Betroffenen verbessern.

Die Deutsche Aids-Stiftung hat im vergangenen Jahr rund 40 Prozent der an Aids erkrankten Menschen unterstützt. Bei 4.740 Hilfsanfragen wurden knapp 3,4 Millionen Mark bewilligt. Die Hilfe reicht vom Kauf eines Computers zum Internetanschluss über Zuschüsse für besondere Anschaffungen, die den beschwerlichen Alltag erleichtern sollen, bis hin zur Wiedereingliederungshilfe in den Beruf.

Im vergangenen Jahr hat sich die Stiftung erstmals der dramatischen epidemiologischen Situation in den Entwicklungsländern, vor allem im südlichen Afrika gestellt. Auf internationaler Ebene arbeitet sie jetzt für die Beschleunigung der Entwicklung von Aids-Impfstoffen mit.

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