Tel Aviv
Sharon sagt nach Terroranschlag Deutschlandbesuch ab
Fischer, der sich zum Zeitpunkt des Anschlags in einem Hotel ganz in der Nähe des Tatortes befand, appellierte ebenso wie Bundeskanzler Gerhard Schröder an Israel, trotz dieses Verbrechens nicht in den Bemühungen um eine friedliche Lösung des Nahostkonflikts nachzulassen. "Ich fordere auch die palästinensische Seite auf, alles zu tun, um solche Anschläge zu unterbinden", schrieb der Kanzler in seiner Botschaft an Sharon.
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Wolfgang Clement (SPD), der derzeit in Israel ist, sagte seine geplanten Gespräche mit palästinensischen Politikern in Bethlehem und Beit Jala ab. Clement war am Freitagabend in Ramallah mit Arafat zusammen getroffen und hatte nach diesem Gespräch vor einer Eskalation der Gewalt im Nahen Osten gewarnt.
Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, nannte es höchste Zeit, dass sich die deutsche Regierung jetzt "als ein starker Partner in der EU als Vermittler in den Friedensprozess einschaltet".
Der palästinensische Vertreter in Deutschland, Abdallah Frangi, machte den Kriegszustand, in dem die Palästinenser leben, für Attentate wie dieses verantwortlich. Das brutale Vorgehen der israelischen Armee habe die Lage unter den Palästinensern so verschärft, dass die Zustimmung für die radikalen Gruppierungen unter ihnen zugenommen habe. Palästinenserpräsident Yassir Arafat sei nicht verantwortlich für diese Aktionen und auch nicht für den Kriegszustand.
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Am 03. Jun. 2001 unter:
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