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Internet einzige Chance für freien Journalismus

Kuba

Das Internet ist eines der wenigen Mittel, das kubanischen Journalisten zur Verfügung steht, um das Castro-Regime zu kritisieren. Über 100 unabhängige Reporter machen sich das Medium zunutze und riskieren damit ihre Freiheit. Was viele als heldenhaften Mut bewundern, kritisieren andere als eigennützige Taktik, um das Land verlassen zu können.

Inoffizielle Medien sind in Kuba verboten, werden aber toleriert. Regis Bourgeat, der lateinamerikanische Verbindungsmann für Reporters without Borders, einer Organisation, die weltweit die Pressefreiheit überwacht, meinte: "Der politische Preis für ein hartes Durchgreifen wäre zu hoch. Wenn die Castro-Regierung morgen 100 Journalisten einsperrte, wäre das PR-taktisch ganz schlecht."

Nur wenige Journalisten wurden bisher vor Gericht gebracht und zu Haftstrafen verurteilt. 1999 war jedoch ein Gesetz verabschiedet worden, das eine 20jährige Freiheitsstrafe für die Zusammenarbeit mit ausländischen Medien festsetzte. Freie Journalisten werden routinemäßig zur Einschüchterung festgenommen und wieder freigelassen. Die kubanische Regierung ist aber streng darauf bedacht, Journalisten nicht zu "Cyber-Märtyrern" werden zu lassen.

Raul Rivero, Chef der unabhängigen kubanischen Presseagentur, kritisiert jene Journalisten, die das Castro-Regime öffentlich anprangern, aber keine Neuigkeiten verbreiten. Er meint, dass viele der freien Journalisten absichtlich Ärger erregen, um aus Kuba verbannt zu werden und politisches Asyl in den USA annehmen zu können. Seit 1995 wurden mehr als 50 Journalisten des Landes verwiesen.

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