Nach dem Banken-Skandal
Große Koalition in Berlin aufgekündigt
Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) gab den Berliner Sozialdemokraten für eine Partnersuche freie Hand, ein Bündnis unter Einbeziehung der PDS schloss er nicht aus. Vorgaben aus dem Kanzleramt oder der SPD-Bundeszentrale gebe es dazu nicht. "Es wird da entschieden, wo es verantwortet wird", betonte der SPD-Bundesvorsitzende. Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) warnte davor, die Diskussion auf die PDS zu verengen: "Wir müssen den Blick auf die Probleme der Stadt richten."
Diepgen bezeichnete ein mögliches rot-rot-grünes Bündnis als "Koalition der eindeutigen Wahlverlierer", das keine Legitimation habe. Er warf der SPD vor, den Bruch langfristig vorbereitet zu haben.
Diepgen kündigte ferner an, dass die CDU-Senatoren notfalls im Alleingang den Nachtragshaushalt für 2001 verabschieden würden. Finanzsenator Peter Kurth (CDU) appellierte an SPD und Opposition, den Etat auch nach dem Ende des Regierungsbündnisses im Parlament nicht zu blockieren. Die hoch verschuldete Hauptstadt dulde keinen "finanzpolitischen Stillstand".
Der Geschäftsführende Landesvorstand und der Geschäftsführende Fraktionsvorstand der SPD seien sich darin einig, dass das notwendige Vertrauen für die Koalition mit der CDU aufgebraucht sei, sagte Parteichef Peter Strieder. Am Sonntag soll ein Landesparteitag den Weg für rasche Neuwahlen frei machen.
Grünen-Fraktionschefin Sibyll Klotz betonte, ihre Partei habe "kein Problem" mit der PDS. Das Wichtigste sei nun, dass eine Übergangsregierung "schnell und lautlos" gebildet werde und handlungsfähig sei. Wowereit könne mit der Unterstützung der Grünen rechnen. Nach Ansicht des PDS-Fraktionsvorsitzenden Harald Wolf sind vorgezogene Neuwahlen die "sauberste Lösung" für die Stadt. Der PDS-Landesvorstand werde ihren Bundestagsabgeordneten Gregor Gysi ermutigen, ins Rennen um den Stuhl des Regierenden Bürgermeisters zu gehen, sagte PDS-Landeschefin Petra Pau.
Gysi selbst setzte sich nachdrücklich dafür ein, die geplante Volksinitiative zur Erzwingung vorgezogener Neuwahlen in Berlin so lange voranzutreiben, bis sich das Abgeordnetenhaus tatsächlich aufgelöst hat. Auch die FDP beharrt zunächst auf dem Volksbegehren. Ein rot-rot-grünes Bündnis würden die Liberalen nicht akzeptieren, sagte Landeschef Günter Rexrodt, notfalls werde seine Partei das Volksbegehren auch alleine durchziehen.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 07. Jun. 2001 unter:
nachrichtenStichworte:
« Habermas erhält Friedenspreis des Deutschen Buchhandels
CDU beschließt Konzept zur Zuwanderung »

Suchmachinenoptimierung
Wir optimieren Ihre Webseite. Mehr relevante Besucher = Mehr Umsatz. Lesen Sie mehr über unsere Stärken
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Fitness & Wellness durch Sport im Alter
- Coaching für Führungskräfte: Jürgen Klopp | Motivation und Erfolg
- Erneuerbare Energien als Zünglein in der Wahl
- Bremen: Schüler in die Camps
- Rot-Rot-Grün verhindern Steuerentlastung
- Nicos Farm: Hilfe für behinderte Kinder
- Muttertag und Vatertag | Kommerz, Bier und Familie
- BGE Grundeinkommen | Geld für Faule?
- ENERGIEWENDE AKTUELL - Zukunft made in Germany
- Hochzeitsmode exklusiv in Österreich
