Lufthansa

Schlichterspruch zu Tarifkonflikt liegt offensichtlich vor

Im festgefahrenen Tarifkonflikt zwischen der Deutschen Lufthansa und der Pilotenvereinigung Cockpit (VC) liegt nun offenbar ein Schlichterspruch auf dem Tisch. Das verlautete am Donnerstagnachmittag aus verhandlungsnahen Kreisen. Beide Seiten hätten nun bis Freitagvormittag Zeit, über die Annahme zu entscheiden. Bei einer Ablehnung gilt die Schlichtung als gescheitert. Lufthansa und Cockpit lehnten dazu am Nachmittag jeden Kommentar ab. Als Schlichter fungiert Ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP).

Die von Streiks begleiteten Tarifverhandlungen für die 4.200 Flugkapitäne, Co-Piloten und Flugingenieure des Lufthansa-Konzerns waren am 22. Mai in der siebten Gesprächsrunde gescheitert. Genscher erklärte sich anschließend bereit zu vermitteln. Die Schlichtungsrunde begann am 28. Mai unter strengster Geheimhaltung an einem unbekannten Ort. Die Lufthansa hatte zuletzt 10,6 Prozent, eine Erfolgsbeteiligung und eine Strukturverbesserung von drei Prozent für vier Jahre geboten. Die Piloten forderten 24 Prozent mehr Gehalt für die nächsten zwölf Monate.

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