Entwicklungshilfe

Genua-Gipfel soll den Internationalen Währungsfonds umfassend reformieren

Entwicklungshilfeexperten fordern vom Weltwirtschaftsgipfel in Genua ein umfassendes Konzept gegen die Ursachen der Finanzkrisen. Die bisherigen Reformvorschläge des Internationalen Währungsfonds (IWF) seien "völlig unzureichend", so Rainer Falk von der Organisation Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung (WEED). Auf einem Gegenkongress zum G8-Treffen wolle WEED den IWF drängen, auf Währungsstabilität statt "Schuldeneintreibung" zu setzen.

Die Entwicklungsländer müßten durch Zielzonen für die wichtigsten Leitwährungen, vor spekulativen Attacken an den Finanzmärkten geschützt werden. Weiter müßten die Bedingungen der Kreditvergabe an die so genannten Dritte-Welt-Länder reduziert und Entwicklungsprogramme an andere Organisationen übertragen werden. Problematisch sei die Dominanz der Nordländer, vor allem der USA, innerhalb der G8-Gruppe.

Der auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Köln vor zwei Jahren angekündigte "umfassende Schuldenerlass" habe sich als unerfülltes Versprechen erwiesen, beklagte Falk. Nur für 22 von 41 Ländern seien entsprechende Pakete geschnürt worden. Auch für diese sei die Entlastung nicht weitreichend genug.

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