Umwelt

Scharfe Kritik am Kyoto-Protokoll

Der SPD-Umweltexperte Hermann Scheer kritisiert scharf das Kyoto-Umweltprotokoll. Es sei ein "Fehler", die Umwelt schützen und gleichzeitig die Hauptverursacher schonen zu wollen, sagte Scheer im ZDF. Die Mobilisierung ökologischer Energietechnik als einzige Alternative sei nicht mit der Konstruktion eines solchen Vertrages erreichbar.

Das Kyoto-Protokoll "gebiert ein Monstrum an Total-Bürokratisierung der ökologischen Investitionen", sagte der Träger des alternativen Nobelpreises. In Deutschland sei beispielsweise nicht einmal die Wärmeschutzverordnung als "relativ einfaches Gebilde" umzusetzen. Hier gebe es einen "Vollzugsdefizit von über 80 Prozent".

Das Kyoto-Protokoll weltweit "durchzukontrollieren", sei "völlig unrealistisch". Die Alternative müsse darin bestehen, die erneuerbaren und emissionsfreien Energien einzuführen und sich dabei auf ein globales Aktionsprogramm für den umfassenden, nichtkommerziellen Technologietransfer zu verständigen.

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