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SFB-Rundfunkrat beschließt Fusion mit ORB

Berlin-Brandenburg

Der Sender Freies Berlin (SFB) und der Ostdeutsche Rundfunk Brandenburg (ORB) sollen nach dem einstimmigen Beschluss des SFB-Rundfunkrats bald zusammengelegt werden. Von einer Zweiländerrundfunkanstalt für Berlin und Brandenburg verspricht sich SFB-Intendant Horst Schättle einen Bedeutungszuwachs innerhalb der ARD für das derzeitige Sendegebiet von ORB und SFB. Es gehe vor allem um die gemeinsame Nutzung von Kompetenzen und technischen Ressourcen sowie um eine Arbeitsteilung in der Administration.

Ängste bei SFB und ORB vor der Fusion dürften das Projekt nicht noch einmal im Vorfeld beschädigen, sagte Schättler. Beide Seiten sollten sich rationalen Argumenten verpflichten. "Es müssen Konzepte gefunden werden, die den Interessen beider Seiten gleichermaßen gerecht werden. Das bedeutet, es geht nicht um Programmeinschränkungen oder um einen fusionsbedingten Personalabbau", so Schättle vor dem Rundfunkrat. Eine Zwei-Länder-Anstalt soll noch vor einer politischen Vereinigung gegründet werden.

"Die Chancen für die Gründung einer Zwei-Länder-Anstalt waren noch nie so gut wie jetzt", hatte auch ORB-Intendant Hansjürgen Rosenbauer auf der ORB-Rundfunkratssitzung Anfang Juli erklärt. Als geeigneter Starttermin nannte er das Ende der laufenden Gebührenperiode im Jahr 2004.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, sagte ebenfalls im Zusammenhang mit der für 2009 angestrebten politischen Vereinigung von Berlin und Brandenburg , er sei vor der Länderfusion für eine Senderfusion und das "so früh wie möglich."

Die letzte große Senderfusion im ARD-Verbund fand im Oktober 1998 zwischen dem Südwestfunk (SWF) und dem SDR (Süddeutscher Rundfunk) zum SWR (Südwest Rundfunk) statt.

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