Klimagipfel in Bonn:

UN-Generalsekretär hofft noch auf Einlenken der USA

UN-Generalsekretär Kofi Annan setzt weiterhin auf eine Beteiligung der USA beim Klimaschutz. "Es ist meine aufrichtige Hoffnung, dass die Entscheidung der USA über Kyoto nicht unveränderlich ist", sagte Annan dem Bonner "General-Anzeiger" vom Mittwoch. Annan verwies darauf, dass die ablehnende Haltung von US-Präsident George W. Bush auch in den Vereinigten Staaten eine lebhafte Diskussion ausgelöst habe.

Annan bezeichnete den Klimawandel als eine "der schwerwiegendsten Herausforderungen, denen sich die Menschheit heute gegenüber sieht". Alle Staaten müssten einbezogen werden. Der UN-Generalsekretär fügte hinzu: "Keiner ist immun gegen diese Bedrohung." Er hoffe daher sehr auf einen Erfolg der Bonner Konferenz.

Mit einem "Klima-Appell" haben sich am dritten Tag der Weltklimakonferenz in Bonn Kinder und Jugendliche aus ganz Deutschland an die 180 Delegationen gerichtet. Die Aktion fand am Mittwoch auf einem Rheinschiff unter dem Motto "Die Klimapiraten entern das sinkende Schiff" statt. Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne), der ursprünglich die Resolution entgegennehmen wollte, musste absagen, weil er am Vormittag mit dem Präsidenten der Weltklimakonferenz, Jan Pronk, zu Konsultationen zusammentraf.

Zu den Forderungen der 12- bis 16-jährigen Teilnehmer des Kindergipfels gehört der Ausbau von Bus- und Bahnverbindungen, ein besseres Fahrradwegenetz, die Besteuerung von Flugbenzin sowie die stärkere Förderung erneuerbarer Energien. Die Teilnehmer des letztjährigen Kinderklimagipfels hatten im Gespräch mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) gefordert, die Einnahmen der Ökosteuer für Umweltprojekte und den Klimaschutz zu verwenden.

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