Klimagipfel

Umweltschützer demonstrierten in Bonn

Auf mehreren Kundgebungen haben am Donnerstag in Bonn Umweltschützer vor einem Scheitern des Weltklimagipfels gewarnt. Der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände, Michael Prinz zu Salm-Salm, verlangte auf der Waldbauernkonferenz, dass die Klimaschutzfunktion der Wälder eine „zentrale Rolle im Abschlussprotokoll der Klimakonferenz erhält“. Die Umweltexpertin der PDS-Bundestagsfraktion, Eva Bulling-Schröter, warnte auf einer gemeinsamen Kundgebung mit der internationalen Umweltorganisation „risingtide“ vor einem „verhängnisvollen“ Scheitern des Bonner Gipfels.

Michael Prinz zu Salm-Salm wies auf der Veranstaltung im Wasserwerk, dem ehemaligen Plenarsaal des Bundestages, darauf hin, dass nachhaltig genutzte Wälder den Treibhauseffekt bremsen. Es dürfe keine weiteren „Naturschutzschikanen“ gegen die Forstwirtschaft geben.

Vertreter von „risingtide“, einem „dezentral außerparlamentarischen Netzwerk“ aus etwa 30 internationalen Gruppen, meinten, die Menschheit sei auf dem besten Weg, ihre Lebensgrundlage zu zerstören. Sie stellten an die Delegierten aus aller Welt die Forderung, die Treibhausgase so schnell wie möglich „um 60 Prozent zu vermindern“.

Die Waldbauern montierten am Rheinufer ein Holzhaus, das anschließend im Demonstrationszug unter dem Motto „Holzhaus statt Treibhaus“ auf einem Wagen von Pferden zum Konferenzort im Hotel Maritim gezogen wurde. Dort übergaben sie ein „Manifest“, in dem betont wurde, „dass der Ausstoß der schädigenden Klimagase und Luftschadstoffe drastisch reduziert werden muss“.

Die Umweltorganisation Greenpeace unterstrich, dass das Kyoto-Protokoll mit einer Senkung der Treibhausgase um rund fünf Prozent „höchstens ein Minimalkonsens" sei. Die Stadt Bonn hat 1.500 Demonstranten in Sporteinrichtungen und Schulen untergebracht.

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