Atomskandal

Nach Plutonium-Diebstahl in Karlsruhe bleiben Konsequenzen im Dunkeln

Nach dem Plutonium-Diebstahl aus der Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe (WAK) streiten Bund und das Land Baden-Württemberg um die richtige Vorgehensweise in dem Fall. Das Bundesumweltministerium hatte den ersten Bericht des baden-württembergischen Umweltministers Ulrich Müller (CDU) als "nicht prüffähig" moniert und bis Montagmittag weitere Informationen angefordert. Nach den Vorschlägen des Landes ist nach Auffassung Müllers nun Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) gefordert, Konsequenzen grundsätzlicher Art aus dem Vorfall zu ziehen. Das Land hatte sich auf Aufklärung, Gefahrenabwehr und das Einleiten von Sofortmaßnahmen beschränkt.

Dem Landesminister zufolge ging aus dem ersten Bericht genau hervor, welche Maßnahmen er bereits veranlasst habe und welche er für notwendig erachte. Der jetzt vorgelegte zweite Bericht beinhalte nochmals den aktuellen Stand der getroffenen und geplanten Maßnahmen in der Wiederaufbereitungsanlage. Damit lägen dem Bund alle Informationen vor.

Aus der Wiederaufbereitungsanlage hatte ein 47-jähriger Arbeiter plutoniumhaltiges Material geschmuggelt. Nach bisherigen Erkenntnissen handelte es sich um ein Plastikröhrchen mit radioaktiver Flüssigkeit und einen kontaminierten Wischlappen.

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