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Nicht genug Forschung über Aids bei Frauen

Wissenschaftler

Als Folge einseitiger Forschung schreitet die Immunschwäche-Krankheit Aids nach Überzeugung eines Medizin-Experten bei Frauen schneller voran als bei Männern. Es existierten keine systematischen Untersuchungen, die darüber Aufschluss gäben, wie sich die aktuellen Therapien auf den Verlauf der Krankheit bei Frauen auswirkten, warnte der Vorsitzende der Deutschen Aids-Gesellschaft (DAIG), Prof. Norbert Brockmeyer, am Montag in Bochum.

Es bestehe daher dringender Forschungsbedarf, sagte der Mediziner an der Bochumer Ruhr-Universität mit Blick auf einen viertägigen Aids-Kongress, der an diesem Mittwoch (4. Juli) in Berlin beginnt. Schon jetzt seien rund die Hälfte der weltweit 36 Millionen Menschen, die mit dem HI-Virus infiziert sind, Frauen. In Deutschland dagegen ist jeder fünfte an Aids erkrankte Mensch weiblich.

Einen großen Erfolg hat die Medizin nach den Worten Brockmeyers bei der Behandlung von schwangeren Aids-Patienten verbucht: In Deutschland werde durch entsprechende ärztliche Betreuung das Virus nicht mehr auf das ungeborene Kind übertragen, sagte der Arzt. Speziell um die Belange aidskranker Frauen will sich eine neu gegründete Arbeitsgruppe innerhalb der DAIG kümmern.

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