Lkw- und Busproduktion

Lkw-Hersteller MAN wirft bis zu 4.000 Leute raus

Europas drittgrößter Lkw-Hersteller, die Münchener MAN Nutzfahrzeuge AG, hat den Abbau weiterer Stellen bestätigt. Wegen der schwierigen Marktlage sollen in den kommenden zwölf Monaten zusätzlich 1.900 Stellen gestrichen werden, teilte das Unternehmen am Montag in München mit. Damit werde die Gesamtzahl der Beschäftigten um rund 4.000 abnehmen. Mit dem Betriebsrat seien bereits entsprechende Verhandlungen eingeleitet worden. Bislang hatte der Vorstandsvorsitzende der MAN-Nutzfahrzeug-Gruppe, Hakan Samuelson, den Abbau von bis zu 1.800 überwiegend befristeten Arbeitsplätzen bis zum Jahresende angekündigt. Außerdem sollen bei dem zum Nutzfahrzeug-Bereich gehörenden Bushersteller Neoplan Stellengestrichen werden.

In den vergangenen drei Jahren sei auf Grund der kräftig gestiegenen Lkw-Produktion und der Einführung einer neuen Fahrzeuggeneration die Zahl der Mitarbeiter um mehr als 5.000 auf bis zu 35.800 Mitarbeiter aufgestockt worden.

Die modularisierte Produktionsweise der neuen Fahrzeuggeneration eröffne nun Rationalisierungspotenziale, die vor dem Hintergrund eines rückläufigen Marktes und eines sich verschärfenden Wettbewerbs realisiert werden müssten, heißt es zur Begründung in einer Unternehmensmitteilung. Entlassungen bei den Beschäftigten seien deshalb unumgänglich.

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