Internationale Klimakonferenz
Greenpeace Aktion vor US-Botschaft
"Artensterben, Wüstenbildung, Stürme und Hochwasser sind nur einige Folgen der Erwärmung des Weltklimas," sagte Karsten Smid, Klimaexperte bei Greenpeace. "Präsident Bush blockiert die internationalen Klimaschutz-Vereinbarungen und heizt den verschwenderischen Energieverbrauch im eigenen Land weiter an. Wir wollen mit der Aktion deutlich machen, dass die USA aus kurzsichtigen Wirtschaftsinteressen das weltweite Klimaschutz-Abkommen gefährden."
Bush sei ein texanischer "Ölmann", dessen Wahlkampf mit Millionenbeträgen der Ölindustrie finanziert wurde. Kurz nach seiner Wahl zum US-Präsidenten zog Bush die Unterschrift Bill Clintons unter das Kyoto-Protokoll zurück. Das Abkommen verpflichtete die USA, ihren Ausstoß an Treibhausgasen bis 2012 um sieben Prozent zu verringern. Die Vereinigten Staaten machen nur vier Prozent der Weltbevölkerung aus, sind aber für ein Viertel des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich.
Vom 16. Juli an werden mehrere tausend Delegierte aus über 150 Staaten in Bonn über die Ratifizierung des Kyoto-Protokolls entscheiden. Darin verpflichten sich die Industriestaaten zur Reduzierung der Treibhausgase um 5,2 Prozent bis 2010 gemessen an dem Wert von 1990. Seit zwei Wochen ist Greenpeace mit einer mobilen Klima-Ausstellung bundesweit unterwegs. Besucher können darin zum Beispiel von Windmaschinen und Wärmestrahlern erzeugte Stürme und Hitzewellen am eigenen Leib erfahren. Bis zur Klimakonferenz demonstrieren Jugendliche von Greenpeace außerdem in 18 Städten mit phantasievollen Aktionen für einen wirksamen Schutz des Klimas.
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Am 04. Jul. 2001 unter:
politikStichworte:
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