Klimaschutz

Trittin will Japan bei Kyoto-Protokoll Zugeständnisse machen

Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) will Japan Zugeständnisse beim Klimaschutz-Abkommen von Kyoto-Protokoll machen. Man habe sich darauf geeinigt, dass Japan bestimmte "temporäre Speicher" von Kohlendioxid wie etwa Wald zeitweilig in die Berechnungen einbeziehen könne, sagte Trittin am Donnerstag im ARD-"Morgenmagazin". Damit solle es Japan ermöglicht werden, "ohne unzumutbare Belastungen" dem Kyoto-Protokoll zuzustimmen. Es müsse jetzt ein verbindliches Abkommen erreicht werden, dass eine wirkliche Verringerung des Kohlendioxid-Ausstoßes einleite, betonte Trittin.

Die im November vergangenen Jahres in Den Haag gescheiterte Weltklimakonferenz soll Ende Juli in Bonn fortgesetzt werden. Die rund 180 Teilnehmerstaaten hatten sich nicht auf ein Grundsatzpapier einigen können. Bei der Weltklimakonferenz geht es um die Umsetzung des Kyoto-Protokolls aus dem Jahre 1997 zur Verminderung der Treibhausgase. Das Protokoll verpflichtet die Industrienationen, zwischen 2008 und 2012 den jährlichen CO2-Ausstoß um mindestens 5,2 Prozent gegenüber 1990 zu senken.

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