headerquote

Seite 1 bei Google kann so einfach sein.

unabhängige Autoren mit eigener Meinung

Schweizer Staatsanwalt fordert Ermittlungen in Deutschland zu Leuna

Justiz

Der Schweizer Generalstaatsanwalt Bernard Bertossa sieht die deutschen Ermittlungsbehörden in der Leuna-Affäre am Zug. In einem Interview mit dem "Bonner Generalanzeiger" forderte Bertossa die deutschen Staatsanwaltschaften auf, endlich mit eigenen Ermittlungen zu beginnen. Er wäre "sehr enttäuscht" wenn die Prüfung der Akten, die er Generalbundesanwalt Kay Nehm geschickt hatte, dafür keinen Anlass bieten würde.

Wenn die deutschen Behörden im Fall Leuna "die Augen verschließen", wäre dies ein "Schlag gegen die Demokratie", fügte Bertossa hinzu. Nach seinem Erkenntnisstand profitierten von dem Leuna-Geschäft mehrere deutsche Staatsbürger, "nicht nur Herr Holzer, nicht nur Herr Pfahls".

Der französische Konzern Elf Aquitaine soll Schmiergelder an deutsche Politiker gezahlt haben, um günstige Bedingungen für den Kauf der ostdeutschen Leuna-Raffinerie zu bekommen. Die Gelder sollen über die Konten des Elf-Lobbyisten Dieter Holzer geflossen sein. Holzer stand zum Zeitpunkt des Verkaufs 1992/93 in engem Kontakt zum früheren Staatssekretär Holger Pfahls (CSU), der später untertauchte.

Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!