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Bundeskanzler beobachtete Produktionsbeginn eines Chemiewerks in Sachsen-Anhalt

Chemiestandort Tröglitz

Am traditionsreichen Chemiestandort Tröglitz bei Zeitz in Sachsen-Anhalt ist ein neues Chemiewerk in Betrieb gegangen. Nach knapp zweijähriger Bau- und Erprobungsphase begann am Montag in der Fabrik des italienischen Konzerns Radici Chimica SPA die Produktion. Bundeskanzlers Gerhard Schröder (SPD) verfolgte den Produktionsstart zu Beginn der zweiten Woche seiner Sommerreise durch die ostdeutschen Länder. Schröder lobte das "weitsichtige unternehmerische Engagement" der italienischen Radici-Gruppe in Deutschland. Ausländische Investoren in den neuen Ländern beförderten das weitere Zusammenwachsen Europas.

Das weltweit agierende Unternehmen stellt in dem für rund 200 Millionen Euro errichteten Komplex neben den Rohmaterialien Cyclohexanol und Salpetersäure Adipinsäure her. Nachdem zunächst die Salpetersäure-Anlage in Betrieb genommen wurde, soll die Adipinsäure-Anlage im Herbst mit der Produktion beginnen. Jährlich werden 80.000 Tonnen dieses Erzeugnisses, das zur Herstellung von Kunststoffen und Textilien genutzt wird, das Werk mit den rund 320 Mitarbeitern verlassen.

Das Radici-Werk ist die erste Großansiedlung nach dem Aus des Hydrierwerkes Zeitz Anfang der 90er Jahre und der Schließung der Raffinerie Ende 1995. Die Stilllegung war mit dem Bau der Mitteldeutschen Erdöl-Raffinerie Leuna durch den französischen Mineralölkonzern Elf Aquitaine besiegelt worden. Damit verloren zuletzt 600 Menschen ihre Arbeit. Im Hydrierwerk Zeitz, dessen Geschichte bis 1936 zurückreicht, waren zu DDR-Zeiten 4.200 Menschen beschäftigt.

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