Nach G8-Gipfel in Genua
Globalisierungsgegner gehen gegen SPD und Grüne vor
Rund 30 Menschen haben am Montag das Wahlkreisbüro des Staatsministers im Auswärtigen Amt, Ludger Volmer (Grüne), in Gelsenkirchen besetzt. Mit ihrer Protestaktion wollten die "Genua-Solidaritätsgruppen" ereichen, dass die 17 noch in Genua inhaftierten Globalisierungsgegner freigelassen werden, teilte eine Sprecherin mit. Die Aktion verlief nach Angaben des Wahlkreisbüros friedlich. Die Forderung der Solidaritätsgruppen wurden Volmer, der momentan im Ausland im Urlaub ist, zugefaxt. Eine Antwort sollte nach Angaben des Grünen-Büros noch am Montag eintreffen.
Auf ein SPD-Büro in Berlin-Kreuzberg ist in der Nacht zu Montag ein Anschlag verübt worden. Schaufenster des Büros sollen nach Angaben der SPD mit Pflastersteinen und Farbgläsern eingeworfen worden sein. Täter sind offenbar Globalisierungsgegner. Darauf deuten Flugblätter mit der Aufschrift "Mörder" und einem Foto der Demonstration von Kritikern des G8-Gipfels in Genua hin, die am Tatort zurückgelassen wurden. Die SPD wird Anzeige gegen Unbekannt erstatten. Der Polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.
In Genua war es am Rande des G-8-Gipfels zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Ein Demonstrant war von einem Polizisten durch einen Kopfschuss getötet worden. Bei einer nächtlichen Polizeirazzia wurden dutzende friedliche DemonstrantInnen zum Teil schwer verletzt und anschließend in Polizeigewahrsam mißhandelt. Deutschland verhinderte teilweise die Ausreise von DemonstrantInnen nach Italien.
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Am 20. Aug. 2001 unter:
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