Automobilindustrie

Piech erwägt neues VW-Werk in Nordamerika

Der Volkswagen-Konzern erwägt wegen des stärkeren Euro den Bau einer neue Fabrik in Nordamerika. Wenn sich der Dollar dauerhaft abschwäche, brauche sein Unternehmen im Nafta-Raum ein weiteres Werk sagte VW-Chef Ferdinand Piech der "Financial Times Deutschland". Kurzfristig wäre es auch möglich, Produktion nach Südamerika zu verlagern, um von dort aus den nordamerikanischen Raum zu beliefern. Zur Nafta gehören die USA, Kanada und Mexiko.

Trotz der schwächeren Autokonjunktur will Piech im laufenden Jahr den Rekordüberschuss von vier Milliarden Mark aus dem Jahr 2000 noch übertreffen. Die Umsatzrendite soll auf 6,5 Prozent steigen, sagte Piech der Zeitung.

Der Manager denkt auch über neue Konzernstrukturen nach, um Synergien noch besser auszuschöpfen. Das fange bei der Entwicklung an, gehe über die Logistik und ende beim Vertrieb. Noch in diesem Jahr will er dazu Details nennen. Mit vier großen und drei kleinen Automarken sowie 80 Modellen auf fünf Kontinenten sei VW "zu unübersichtlich". So könnten Volkswagen, Audi und Seat am Markt getrennt auftreten, sich aber intern so weit wie möglich abstimmen.

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