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Verbraucherschützer warnen vor Lipobay-Konkurrenten

Nebenwirkung Pharmaindustrie

Nach dem Skandal um Bayers Lipobay warnen amerikanische Verbraucherschützer nun vor möglichen tödlichen Nebenwirkungen auch bei anderen cholesterinsenkenden Mitteln, die auf dem Markt sind. Wie die Berliner Tageszeitung "Die Welt" berichtet, gibt es nach Beobachtung der Organisation Public Citizen auch im Zusammenhang mit Lipitor von Pfizer, Lescol von Novartis, Mevacor und Zocor von Merck sowie Pravachol von Bristol Myers-Squibb Todesfälle und schwere Erkrankungen. Zwischen Oktober 1997 und Dezember 2000 sollen danach 385 Personen, die andere Cholesterin-Senker als Lipobay eingenommen haben, das in den USA unter dem Namen Baycol vertrieben wurde, an so genannter Rhabdomyolyse erkrankt sein. 52 Personen seien gestorben, behauptet Public Citizen in einer Eingabe an die US-Arzneimittelaufsicht FDA, berichtet das Blatt. Rhabdomyolyse kann die Muskeln zersetzen und zu Nierenversagen führen.

Gleichzeitig betont die Zeitung, dass US-Anwälte die Sammelklagen gegen Bayer wegen des Lipobay-Skandals bündeln wollen. Zwei der großen US-Anwaltsfirmen, die wegen des Cholesterin-Senkers Lipobay Klage eingereicht haben, fordern eine Zusammenfassung aller Verfahren an einem Ort. Das soll die Schlagkraft erhöhen und zu einem Rechtsstreit von bedeutendem, möglicherweise globalem Ausmaß führen. Auf Bayer könnten Schadenersatzzahlungen in Milliardenhöhe zukommen, mutmaßen Analysten.

Einer der Spezialisten für Körperverletzungsfälle, Kenneth B. Moll, hat daher für den 5. September zu einem Treffen aller interessierten Anwälte nach Chicago eingeladen, teilt das Blatt mit. Dabei sollen Informationen ausgetauscht und Strategien zum Vorgehen gegen Bayer diskutiert werden. "Wir werden unsere Anstrengungen koordinieren, wie wir es bereits in der Vergangenheit erfolgreich getan haben", zitiert die "Welt" Moll.

Seine Chicagoer Kanzlei habe bereits zahlreiche bedeutende juristische Auseinandersetzungen mit der Industrie geführt, unter anderem ein Verfahren gegen den Pharmakonzern American Home Products (AHP), der wegen seines Schlankheitsmittels Fen-Phen mehr als zwölf Milliarden Dollar an Vergleichszahlungen leisten musste.

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