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Pharma-Industrie macht weiter Front gegen Positivliste

Gesundheitspolitik

Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) macht weiter Front gegen die geplante Arzneimittel-Positivliste. Dies werde bewährte und sichere Medikamente "vom Markt fegen", sagte am Montag der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Hans Sendler, in Berlin. In der Positivliste sollen alle Arzneimittel aufgeführt sein, die von der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) übernommen werden. Weitere Medikamente müssten Patienten selbst bezahlen.

Sendler bemängelte, für den Entwurf zur Positivliste seien nur klinische Prüfungen, nicht aber praktische Erfahrungen berücksichtigt worden. Häufig zeigten sich Nebenwirkungen aber erst in der breiten Anwendung. Beispiele für Präparate, die nicht mehr von der Gesetzlichen Krankenversicherung verschrieben werden sollen, seien Mittel gegen Hämorrhoiden, Arzneimittel für Kinder, Augentropfen und Salben.

Mit der Positivliste müssten neue Medikamente mit möglicherweise stärkeren Nebenwirkungen herangezogen werden, so Sendler. Der Lipobay-Skandal habe gezeigt, dass innovative Medikamente mit Risiken verbunden seien.

Vor dem Hintergrund der Lipobay-Affäre plädierte Sendler auch dafür, dass Patienten einen besseren Zugang zu Fachinformationen über Medikamente erhalten müssten. Auch ein elektronischer Medikamentenpass sei eine Möglichkeit zur besseren Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient.

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