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Schröder sieht Signalwirkung in Einigung bei VW

Beschäftigungsmodell

Bundeskanzler Gerhard Schröder betrachtet die Einigung für das Beschäftigungsmodell „5.000 mal 5.000“ bei Volkswagen als Signal für weitere Unternehmen. Andere Firmen und Gewerkschaften sollten dem Beispiel von IG Metall und VW folgen und ähnliche innovative Lösungen finden, erklärte Schröder am Dienstag in Berlin. Der Kanzler hatte sich persönlich für das VW-Modell stark gemacht, nachdem die Gespräche bereits einmal abgebrochen worden waren.

Auch der IG-Metall-Vorsitzende Klaus Zwickel lobte den Abschluss als „wichtiges Signal zum Aufbau neuer Arbeitsplätze und für die Attraktivität des Standortes Deutschland“. Er wertete es als Erfolg der Gewerkschaft, die 35-Stunden-Woche und ein Einkommen auf dem Niveau des Flächentarifvertrages durchgesetzt zu haben.

Nach Ansicht des Vorsitzenden des CDU-Wirtschaftsrates, Kurt Lauk, zeigte sich beim VW-Modell, dass der Lohnverzicht zur Schaffung neuer Arbeitsplätze zukunftsweisend sei. Das Modellprojekt von VW müsse ausgeweitet werden, sagte er dem Sender Deutschlandradio Berlin. Nur mit betrieblichen Öffnungsklauseln könne der überregulierte Arbeitsmarkt aufgebrochen werden. Dies sei auch Teil des Konzepts zur Neuen Sozialen Marktwirtschaft der CDU.

Der niedersächsische Ministerpräsident Sigmar Gabriel begrüßte den Abschluss des VW-Beschäftigungsmodells „5.000 mal 5.000“ als „Riesenerfolg“. Mit der Einigung zwischen dem Volkswagen-Konzern und der IG Metall würden in Niedersachsen wieder neue industrielle Arbeitsplätze geschaffen. Er hoffe, dass das Modell zur Beschäftigung von Arbeitslosen auch an den anderen niedersächsischen VW-Standorten eingesetzt werde.

Der Autokonzern und die Gewerkschaft hatten sich am Dienstagmorgen in Hannover nach einem mehr als 17-stündigen Verhandlungsmarathon über das Beschäftigungsmodell „5.000 mal 5.000“ geeinigt. Schon im kommenden Jahr sollen zunächst 3.500 neue Arbeitsplätze im Wolfsburger Stammwerk entstehen. Später sollen wahrscheinlich 1.500 weitere Jobs am Werk Hannover hinzukommen. Die durchschnittliche wertschöpfende Arbeitszeit soll im Jahresschnitt bei 35 Stunden pro Woche liegen. Das Entgelt soll mindestens dem Niveau des niedersächsischen Flächentarifvertrages für die Metall-Branche entsprechen.

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