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Nach Einigung auf VW-Modell Debatte um Lohnerhöhungen entbrannt

Automobilindustrie

Nach der Einigung über das Tarifmodell "5000 mal 5000" bei Volkswagen ist eine Diskussion um das Lohnniveau in Deutschland ausgebrochen. Während die Arbeitgeber Lohnzugeständnisse in allen Branchen fordern, sollen nach Ansicht der Gewerkschaften deutliche Lohnerhöhungen das Wirtschaftswachstum wieder ankurbeln. Der IG-Metall-Vorsitzende Klaus Zwickel sagte der "Bild"-Zeitung, in der Tarifrunde 2002 gehe es um deutlich mehr Geld für die Beschäftigten.

Zwickel betonte: "2002 wird es keine Lohnzurückhaltung geben. Im Gegenteil. Die Löhne und Gehälter müssen kräftig rauf. " Dies sei auch notwendig, um die in einigen Bereichen schwächelnde Konjunktur in Schwung zu bringen. "Denn Autos kaufen bekanntlich keine Autos", fügte der IG-Metall-Vorsitzende hinzu.

Auch der Vorsitzende der IG BAU, Klaus Wiesehügel, mahnte: "Die Löhne müssen nach der Formel Inflationsausgleich plus Produktivitätssteigerung wachsen, damit die Binnennachfrage gestärkt wird." Sonst bleibe den Arbeitnehmern immer weniger Geld in der Tasche.

Um die Nachfrage und die Konjunktur anzukurbeln, forderte auch der Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Franz-Josef Möllenberg, "deutlich mehr Geld in den Taschen" der Arbeitnehmer. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass Zurückhaltung bei den Löhnen keine neuen Arbeitsplätze schaffe.

Auch nach Ansicht der Vizechefin der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Margret Mönig-Raane, sind zu niedrige Lohnabschlüsse "schlecht für Konjunktur und Arbeitsplätze." Mönig-Raane hob hervor: "Der Anstieg der Einkommen war zu gering. Wir müssen durch spürbare Lohnerhöhungen einen Beitrag zur Stabilisierung der Konjunktur und Sicherung der Arbeitsplätze leisten."

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