Flugaffäre

Scharping legt Liste mit 349 Flügen vor

Verteidigungsminister Rudolf Scharping hat vor dem Bundestag beteuert, sich bei der Nutzung der Flugbereitschaft strikt an die Vorschriften gehalten zu haben. Der Minister hatte dem Verteidigungsausschuss zuvor eine Liste mit insgesamt 349 Flügen vorgelegt, die er seit seinem Amtsantritt im Oktober 1998 aus dienstlichen Anlässen gemacht hat. Der Verteidigungsausschuss hatte nach dem Auftritt Scharpings seine Sitzung unterbrochen, um die Listen zu überprüfen.

Scharping verwies darauf, dass sein CDU-Amtsvorgänger Volker Rühe in einem Zeitraum von eineinhalb Jahren zwischen 1996 und 1997 laut Bundesrechnungshof 361 dienstliche Flüge absolviert habe. Diese Angaben könnten möglicherweise dabei behilflich sein, einen Maßstab dafür zu finden, wie oft ein Verteidigungsminister fliegen dürfe.

Scharping hatte am Morgen im Ausschuss zunächst über die aktuelle Lage in Mazedonien berichtet, bevor er die Liste vorlegte. Über den Vorwurf des Geheimnisverrats wurde in dem Gremium bislang nicht gesprochen.

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