Besonnenheit
PDS gegen deutsche Beteiligung an NATO-Racheakt
Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hatte am Mittwochabend in Berlin mitgeteilt, dass Deutschland die NATO-Entscheidung über den kollektiven Verteidigungsfall im Bündnis mittragen werde. Der NATO-Rat hatte sich zuvor in Brüssel auf ein In-Kraft-Treten von Artikel 5 des NATO-Gründungsvertrages geeinigt. Danach sind die Mitglieder im Falle eines Angriffs auf einen Staat zur gemeinsamen Verteidigung verpflichtet.
Zur Begründung für seine ablehnende Haltung sagte Gehrcke, der NATO-Vertrag sei explizit auf einen Krieg oder eine Auseinandersetzung zwischen Staaten ausgerichtet. Die Anschläge in den USA seien jedoch "kriminelle Aktionen einer terroristischen Gruppe". Der Begriff Vergeltung tauche zudem im NATO-Vertrag gar nicht auf. Er werde seiner Fraktion deshalb raten, "alles, was in Richtung einer militärischen Eskalation geht", abzulehnen.
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Am 13. Sep. 2001 unter:
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« Friedensforscher Czempiel sieht NATO-Vertrag gebrochen
Generalbundesanwalt lässt Verdächtigen wieder frei »
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