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Hat CNN altes Bildmaterial von jubelnden Palästinensern gezeigt?

Medien in Kriegszeiten

Die von CNN verbreiteten Filmaufnahmen, die zwei Stunden nach den Terroranschlägen auf Washington und New York jubelnde Palästinenserkinder und eine bebrillte Frau zeigen, die lacht und tanzt, könnten Aufnahmen von 1991 aus der Zeit des Golfkriegs sein. Der Kameramann, der diese Aufnahmen damals machte, soll sich mittlerweile bei CNN über die fälschliche Darstellung beschwert haben. Der Fernsehsender, der bereits im Golfkrieg eine für die USA wichtige propagandistische Funktion wahrgenommen hat, soll die mutmaßliche Falschdarstellung nicht korrigiert haben. CNN wies die Vorwürfe als unbegründet zurück.

Im deutschen Fernsehen wurden diese Bilder von jubelnden Palästinensern unzählige Male wiederholt. Zuletzt am Sonntag bei Sabine Christiansen.

Die Internet-Zeitung ngo-online hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine derart einseitige und propagandistische Medienberichterstattung zu thematisieren. Gerade in Krisenzeiten, in denen in der heutigen Mediengesellschaft oftmals mit gezielten Lügen oder verfälschenden Darstellungen Stimmungen im Interesse einer bestimmten Politik geschaffen werden, bedarf es eines medialen Gegengewichts. Ein Großteil der Medien transportiert in Krisenzeiten allzu bereitwillig die Botschaften aus den kriegswilligen Ministerien und Großkonzernen.

Selbst eine nachträgliche Aufarbeitung kriegsauslösender bzw. kriegs-legitimierender Ereignisse findet in den deutschen Medien nur unzureichend statt. So wurden nach dem NATO-Krieg im Kosovo sehr umfassende Belege vorgelegt, die massive Zweifel an den Massakern und systematischen Vertreibungen in den Monaten vor Kriegsbeginn begründeten, die 1999 zum Kriegsbeginn unter Beteiligung der Bundeswehr führten. Die Berichterstattung über diese Belege und Einschätzungen in den deutschen Medien war allerdings - von wenigen Ausnahmen abgesehen - sehr zurückhaltend.

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