Genua

Zehn deutsche Globalisierungsgegner in Italien aus Haft entlassen

Zehn deutsche Globalisierungsgegner sind am Samstag in Genua aus dem Gefängnis entlassen worden. Sie würden noch am Abend Italien verlassen, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin. Ein weiterer Deutscher, der seit dem G-8-Gipfel im Gefängnis ist, werde in Genua in einen Hausarrest verlegt. Über die Entlassung von vier weiteren inhaftierten Bundesbürgern soll erst in der kommenden Woche, wahrscheinlich am Dienstag, entschieden werden.

Bei Protesten am Rande des G8-Gipfels Mitte Juli in der italienischen Hafenstadt war ein Demonstrant durch ein Kopfschuss von der Polizei getötet worden. Im Anschluss wurden friedliche Demonstrantinnen nachts bei einer Razzia der Polizei brutal zusammengeschlagen und verhaftet und in Gewahrsam genommen. Dort sollen sie von der Polizei brutal mißhandelt und gefoltert worden sein. Einige mußten mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser eingeliefert werden.

Deutschland hatte GlobalisierungsgegnerInnen im Vorfeld des G8-Gipfels die Ausreise nach Italien verweigert.

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