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Massive Bahnbeteiligung am kommunalen Nahverkehr

Deutsche Bahn

Die Deutsche Bahn will offenbar massiv in den kommunalen Nahverkehr einsteigen. Wie die "Berliner Zeitung" am Mittwoch berichtet, plant das Unternehmen in naher Zukunft die Übernahme zahlreicher regionaler Bus- und Stadtbahngesellschaften. "Wir wollen unseren Marktanteil in der Sparte in den nächsten fünf bis zehn Jahren von heute sieben Prozent auf 20 Prozent erhöhen", sagte Ulrich Homburg, Bahnvorstand für Regional- und Stadtverkehr dem Blatt. Der Einstieg solle über Ausschreibungen, aber auch über die Beteiligung an Stadtwerken erfolgen.

In Göttingen hatte die Deutsche Bahn den Angaben zufolge vor wenigen Wochen erstmals gemeinsam mit dem Energiekonzern E.ON die Stadtwerke übernommen und sich über die eigene regionale Busgesellschaft an der Verkehrssparte der Stadtwerke beteiligt. "Das ist ein Modellfall, den wir gerne wiederholen würden", sagte Homburg. Mittelfristig stünden zahlreiche Stadtwerke, in denen traditionell oft noch Gas- und Energiesparten sowie die Verkehrsgesellschaft vereint sind, zum Verkauf. Dort würden sich ähnliche Konsortialpartnerschaften mit Energiekonzernen zur Übernahme anbieten.

Ziel sei es, künftig "integrierte Verkehrskonzepte für die gesamte Region" mit vertakteten Fahrplänen und einheitlichen Tickets in Bussen und Bahnen anzubieten. Solche Konzepte werden derzeit in Göttingen und in Hannover konkret verwirklicht. Auch bei den zu erwartenden künftigen Ausschreibungen im regionalen Bahnverkehr hofft die Bahn künftig besser als in der Vergangenheit zum Zuge zu kommen, wie es weiter heißt. "Wir sind dabei, uns im Nahverkehr völlig neu aufzustellen, um wettbewerbsfähiger zu werden", sagte Homburg. Derzeit werde die gesamte Sparte deshalb von der Zentrale in neun Regionalleitungen verlagert, die jeweils die alleinige unternehmerische Verantwortung tragen sollen. Das werde bis zum Jahresende durchgesetzt.

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