Gegen "Angriffseinsätze"

Grünen-Europaabgeordnete Schröder erklärt Parteiaustritt

Einen Tag nach der Bundestagsentscheidung zum Nachfolgemandat für den Mazedonieneinsatz der Bundeswehr ist die Grünen-Europaabgeordnete Ilka Schröder aus der Partei ausgetreten. Die der Parteilinken zugerechnete Parlamentarierin begründete ihren Schritt am Freitag in Berlin damit, dass die Grünen nicht mehr die früheren Grundsätze der Partei vertreten würden.

In ihrer Austrittserklärung warf sie der Partei vor, in "allen wesentlichen Politikbereichen" systematisch Tabus gebrochen zu haben. So gehörten inzwischen "Angriffseinsätze" deutscher Soldaten zum "Standardrepertoire" deutscher Politik.

Um die 23-jährige hatte es bei den Grünen in der Vergangenheit immer wieder heftige Querelen gegeben. Gegen sie lief ein vom Bundesvorstand betriebenes Parteiordnungsverfahren. Als parteilose Politikerin ist Ilka Schröder nach eigenen Angaben nunmehr assoziiertes Mitglied der "Konföderalen Fraktion der Vereinigten Europäischen Linken/Nordische Grüne Linke" im Europaparlament.

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